Supervision – das Beratungs-Reinigungs-Programm

Einzelsupervision, Gruppensupervision, Teamsupervision und Fallsupervision

Die Supervision gibt Raum, die eigene beratende Tätigkeit, zu reflektieren. Wie geht es mir konkret bei meiner Arbeit mit den KlientInnen? Wo „hänge“ ich? Welche Themen katapultieren mich aus der Zentrierung? Für mich persönlich war der erste und wichtigste Schritt immer, mich und mein Thema ernst zu nehmen indem ich dem Ganzen Raum gebe. Gerade für Selbständige ist das eine echte Herausforderung sich die Zeit freizuschaufeln! Aber regelmäßige Supervision ist wie Sport (für manche) oder ein Heilfasttag – manchmal eine Überwindung des Schweinehundes, aber es fühlt sich danach einfach echt gut an ;-) Nicht umsonst gibt es in den meisten Beratungs-Institutionen eine verpflichtende Supervision!

Man unterscheiden folgende Arten von Supervision:

  • Teamsupervision
  • Gruppensupervision
  • Einzelsupervision
  • Fallsupervision

Teamsupervision:

Sie findet bei miteinander arbeitenden Teams statt. Die SupervisorInnen kommen oft zum Arbeitsplatz des Teams und beleuchten dort die jeweiligen Themen.  Z.B.: Teamdynamiken, Probleme mit Vorgesetzten, aber auch KlientInnenfälle (siehe Fallsupervision). Sie findet im Schnitt 10x pro Jahr statt. Die Vorgesetzten sollten eher nicht dabei sein. Nach etwa 3-4 Jahren spätestens sollte ein Wechsel stattfinden, da SupervisorInnen sonst Gefahr laufen nicht mehr neutral zu sein.

Gruppensupervision:

Offene oder geschlossene Gruppensupervisionen sind Termine an denen etwa 10 BeraterInnen teilnehmen (aus verschiedenen Methoden) und mit SupervisorInnen über ihre Arbeit sprechen. Bei offenen Gruppen ändert sich die Zusammenstellung der Gruppe, geschlossene bleiben für eine ganze Zeit lang gleich.

Einzelsupervision:

Findet einzeln statt. Der Supervisand (BeraterIn mit Thema) kommt (meist) in die Praxis des Supervisors (BeraterIn) und spricht über Arbeitsthemen. Egal mit welcher Methode man arbeitet, regelmäßige Supervision ist wichtig, um klar und handlungsfähig zu bleiben. Die eigene Reflexion sollte Teil der professionellen Arbeit sein. Manche BeraterInnen gehen regelmäßig in einem speziellen Rhythmus, manche gehen nur dann, wenn ein konkretes Thema ansteht. Erfahrungsgemäß hat man gerne „zu viel zu tun“, daher empfehle ich persönlich einen Rhythmus von 1-2 Supervisionen pro Monat um klar und gut arbeiten zu können.

Fallsupervision:

In allen genannten Supervisionformen können auch „Fälle“ besprochen werden, also konkrete Probleme mit einer konkreten Person, die zur Beratung kommt. Mögliche Ursachen sind: eigene blinde Flecken, die es verhindern die richtigen Fragen zu stellen oder gewisse Themen anzusprechen. Oder schwierige, sehr komplexe Fälle, bei denen man einfach Unterstützung braucht.

 

Es gibt sehr klassische Supervisionsformen, bei denen primär gesprochen wird, aber auch immer mehr kreative Ansätze in Kombination mit Aufstellungsarbeit, Skulpturarbeit und vielen anderen kreativen Techniken.