Die (nicht-indigenen) Schamanen und ich bzw: „Be your own shaman!“

Autor: Mag. Claudia Schwab-Eckl am 19.10.2019

 

Da ich ja in Afrika gelebt habe und der Gesang, der durch mich durchströmt bei den Aufstellungen, sehr schamanisch klingt und anmutet werde ich oft gefragt, ob ich eine Schamanin bin.

Diese Frage, hab ich beobachtet, irritiert mich immer und immer wieder. Ich würde mich selbst NIEMALS als Schamanin bezeichnen, hab ich bemerkt. Jene, die das auf ihren homepages tun, werden von mir eher skeptisch und auch wieder irritiert beäugt.

Ich finde eine Schamanin/ein Schamane ist man oder eben nicht. Man muss sich nicht so bezeichnen. Das ist ja kein Beruf. Für mich ist das ein Weg. Auch die entsprechenden Ausbildungen dazu sehe ich kritisch. Denn ich kann Methoden lehren und lernen, ja. Ich kann Rituale lehren und lernen, ja. Aber ob mein Wesen sich wirklich bereit fühlt sich mit dem großen Ganzen zu verbinden (privat und beruflich) und zu wirken, sich hinzugeben, während die Füße fest am Boden stehen, das ist so angelegt oder eben nicht!

Das ist kein Affront gegen div. Ausbildungen und ich bin überzeugt davon, dass es da auch gute gibt – ich hab mich da nie im Detail informiert. Das ist der Versuch hier wachzurütteln. Mündig zu werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle einen Teil in uns haben, der als „schamanisch“ zu bezeichnen ist. Bei manchen ist der Teil eben größer und bei manchen kleiner oder sogar unbekannt. Und das ist völlig ok! Aber BITTE übergebt Eure Verantwortung NIEMALS an andere. Bleibt bei Eurer Wahrheit. Geht nur zu Menschen, die Euch begleiten, Eure Wahrheit besser zu hören/sehen/verstehen. Menschen, die anderen Menschen sagen, wie ihr Weg geht, sind absolut mit Vorsicht zu genießen!

Denn jeder ist für sich selbst der beste Wegweiser! So be your own shaman!